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Coronavirus

Neue Variante des Coronavirus in Berlin nachgewiesen

Die aus Großbritannien bekannte neue Coronavirus-Variante ist erstmals in Berlin nachgewiesen worden.

Das teilte die Senatsverwaltung für Gesundheit am Freitag (08. Januar 2021) mit. Der Betroffene und zwei weitere betroffene Kontaktpersonen haben sich inzwischen erholt. Der Patient soll sich zuvor in Großbritannien aufgehalten haben, so der Senat. Die Ärzte und das Gesundheitsamt untersuchen nun, ob es noch zwei weitere mögliche Kontaktpersonen gab, bevor der Patient isoliert wurde.

Robert-Koch-Institut rechnet mit weiteren Fällen

Die Corona-Mutation aus England wurde an Heiligabend erstmals in Deutschland nachgewiesen. Betroffen war eine Frau in Baden-Württemberg, die aus Großbritannien angereist war. Inzwischen sind auch in anderen Bundesländern wie Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen entsprechende Einzelfälle festgestellt worden. Das Robert-Koch-Institut rechnet jedoch damit, dass noch weitere Fälle hinzukommen werden.

Neue Coronavirus Variante

Neue Corona-Variante wahrscheinlich ansteckender

Nach derzeitigem Stand ist die Mutation wahrscheinlich ansteckender als frühere Formen. Experten befürchten daher, dass die Ausbreitung die Bekämpfung der Pandemie erschweren könnte.

Wegen der neuen Virusvariante wurde im Dezember an mehreren deutschen Flughäfen die Einreise aus Großbritannien gestoppt. Viren machen ständig zufällige Veränderungen in ihrem Erbgut durch, so genannte Mutationen. Einige davon verschaffen dem Erreger Vorteile – zum Beispiel, indem sie ihn leichter übertragbar machen. Im Dezember wurde die neue Variante des Coronavirus (B.1.1.7) in Großbritannien und eine ähnliche (501Y.V2) in Südafrika nachgewiesen.

Impfstofflieferung am Freitag: 29 250 Dosen

Berlin hat am Freitagnachmittag eine weitere Lieferung von Corona-Impfstoff erhalten. Geliefert wurden 29 250 Dosen. Nun werde die Verteilung an die mobilen Teams und Impfstellen berechnet, sagte ein Sprecher der Senatsgesundheitsverwaltung. Einen Termin für die Eröffnung eines zweiten Berliner Impfzentrums gebe es aber noch nicht, fügte er hinzu. Eine erste geplante Impfstofflieferung im Januar war gescheitert. Berlin hatte bereits im Dezember 58.500 Impfdosen erhalten. Die Hälfte davon wird eingelagert, damit die zweite Impfung drei Wochen nach der ersten verabreicht werden kann.

Bisher 26 406 Impfstoffdosen gespritzt

Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts wurden in Berlin bereits 26.406 Dosen gespritzt. Dabei haben 16.773 Pflegeheimbewohner die erste Dosis erhalten – das entspricht etwa der Hälfte dieser besonders gefährdeten Gruppe. Sie erhalten die Impfung durch mobile Dienste. Bis Mitte Februar wird die Hauptstadt nach und nach insgesamt 234.000 Biontech-Dosen erhalten, einschließlich der Lieferungen aus dem Vorjahr.

Coronavirus-Zahlen in Berlin steigen wieder an

Unterdessen ist die Zahl der registrierten Neuinfektionen erneut gestiegen. Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz stieg am Freitag auf rund 171. Der Wert gibt an, wie viele Menschen pro 100.000 Einwohner sich in den vergangenen sieben Tagen infiziert haben. Vor Weihnachten hatte der Wert in Berlin bei deutlich über 200 gelegen und war dann gesunken.

Am Freitag registrierte die Senatsgesundheitsverwaltung 1479 neue Coronavirus-Fälle. Seit Beginn der Pandemie wuchs die Zahl der Infizierten damit auf 105 125. 60 Todesfälle wurden neu gemeldet. Damit steigt die Zahl der Covid-19-bedingten Todesfälle in der Hauptstadt des Landes auf 1547 seit Beginn der Pandemie. Die Situation ist weiterhin angespannt, was die Belegung der Intensivbetten mit Covid-Patienten betrifft.

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