Eine bundesweit einheitliche Regelung bezüglich der Öffnung von Schulen nach dem Corona-Lockdown wird es nicht geben. Beim Corona-Gipfel am Mittwoch, 10.02.2021 vereinbarten Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Länderregierungschefs, dass die Länder im Rahmen ihrer Kultushoheit darüber selbst entscheiden.

Jedes Bundesland entscheidet eigenmächtig bezüglich der Öffnung von Schulen

Diese Regelung hat ein regelrechtes Wirrwarr zur Folge. So will Sachsen schon ab Montag schrittweise öffnen, diverse andere Bundesländer ab dem 22. Februar, Sachsen-Anhalt ab dem 1. März. In Niedersachsen gehen die Schüler und Schülerinnen hingegen schon seit Januar wieder zum Unterricht.

Haben Schulschließungen negative Folgen für Schüler?

Experten zufolge kann die Unterbrechung des Unterrichts für mehrere Wochen einen tiefgreifenden negativen Einfluss auf viele Schüler haben. Dies wird nicht nur zu einem Rückgang der schulischen Leistungen führen. Schulen sind häufig einer der wichtigsten sozialen und emotionalen Bezugspunkte. Heinz-Peter Meidinger, Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, warnte: „Die Aussichten für die Zukunft haben sich stark verschlechtert.“ Die betroffenen Schulkinder laufen Gefahr, keine Schulabschlüsse zu erwerben oder zumindest ihre Zielqualifikationen nicht zu erreichen. Die Bundesschülerkonferenz erwähnte auch andere Konsequenzen: es ist psychisch entmutigend, ständig allein zu Hause zu sitzen.

Öffnung von Schulen nach Lockdown unter strengen Regeln sicher möglich

Nach den vom Bundesministerium für Bildung finanzierten Richtlinien können Schulen im Falle einer Corona-Pandemie sicher geöffnet werden. Voraussetzung ist jedoch, dass alle in den Richtlinien genannten Hygieneregeln strikt eingehalten werden, berichtete die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ . Am Montag veröffentlichte die Bundesbildungsministerin Anya Karlicek (CDU) in Berlin ein Papier zur Prävention und Bekämpfung der Ausbreitung von Corona in Schulen.

  • Kontakte sollen bei einem mäßigen Infektionsgeschehen auf eine festgelegte Gruppe beschränkt sein, die Interaktion mit weiteren Gruppen soll ausgeschlossen bleiben
  • Bei einem hohen Infektionsgeschehen soll der Unterricht gestaffelt beginnen
  • Schüler, Schülerinnen und Lehrer sowie Lehrerinnen und Personal sollen eine OP-Maske tragen
  • Bei einem sehr hohen Infektionsgeschehen soll Wechselunterricht stattfinden und die Klassen halbiert werden
  • Es soll regelmäßig gelüftet werden
  • entsprechende Maßnahmen für während dem Musikunterricht
  • Klarer Umgang mit kranken Schülern und Schülerinnen sowie Verdachtsfälle
  • Der Sportunterricht wird bevorzugt, da zumindest in einigen Fällen die positive Auswirkungen auf die Gesundheit überwiegen

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